Was sind chronische Schmerzen?

Schmerz ist das Alarmsystem des Körpers. Es wird ausgelöst, wenn sensorische Nervenzellen, sogenannte Nozizeptoren, Gewebeschäden erkennen und Signale über das Rückenmark an das Gehirn senden. Dauert ein Schmerz länger als sechs Monate an, gilt er als chronisch. Im Gegensatz zu akutem Schmerz, der in der Regel eine bestimmte Ursache hat und mit der Zeit abheilt, kann chronischer Schmerz noch lange nach Abklingen der ursprünglichen Verletzung oder Erkrankung anhalten. Dies erschwert die Behandlung chronischer Schmerzen und kann den Schlaf stören, Aktivitäten, die Ihnen Spaß machen, beeinträchtigen und sowohl das körperliche als auch das emotionale Wohlbefinden beeinträchtigen.

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In den USA leiden 50 Millionen Erwachsene an chronischen Schmerzen, was sie zu einer der häufigsten Erkrankungen macht.

Zentren für die Kontrolle von Krankheiten (CDC)

Ursachen und Risikofaktoren chronischer Schmerzen

Chronische Schmerzen können viele Auslöser haben. Bei manchen beginnt es mit einer Verletzung wie einer Rückenzerrung oder einem Sportunfall, bei anderen spielen Erkrankungen wie Arthritis, Fibromyalgie oder Nervenschäden eine Rolle. Häufig sind Schmerzen auch ein Symptom allgemeinerer Gesundheitsprobleme wie Autoimmunerkrankungen oder Krebs. Der erste Schritt zur Linderung besteht darin, die Ursache Ihrer Schmerzen zu erkennen.

Wie fühlen sich chronische Schmerzen an?

Chronische Schmerzen fühlen sich bei jedem anders an. Sie können von anhaltendem Ziehen bis hin zu Brennen oder Stechen reichen. Manchmal sind sie lokal begrenzt – etwa im Rücken oder in der Hüfte –, manchmal können sie im ganzen Körper spürbar sein.

Häufige Symptome sind:

  • Schmerzen, die länger als drei Monate anhalten
  • Schmerzendes, brennendes oder pochendes Gefühl
  • Muskelsteifheit oder Gelenkschmerzen
  • Müdigkeit und Schlafstörungen
  • Stimmungsschwankungen

Was sind die Risikofaktoren für chronische Schmerzen?

Einige Faktoren können chronische Schmerzen verschlimmern oder ihre Behandlung erschweren, darunter:

  • Genetik
  • Hautalterung
  • Frühere Verletzungen
  • Stress
  • Körperliche Inaktivität und schlechter Schlaf
  • Rauchen

Die Reduzierung dieser Faktoren kann dazu beitragen, chronische Schmerzen wirksamer zu behandeln.

Wie werden chronische Schmerzen diagnostiziert?

Die Diagnose chronischer Schmerzen erfordert eine umfassende Untersuchung durch einen Schmerzspezialisten, der die spezifischen Ursachen identifizieren und die zugrunde liegenden Erkrankungen behandeln kann. Dieser Prozess umfasst in der Regel eine vollständige Überprüfung Ihrer Krankengeschichte, eine körperliche Untersuchung und diagnostische Tests.

Da Schmerzen eine persönliche und subjektive Erfahrung sind, wird Ihr Arzt Sie möglicherweise fragen:

  • Wo spüren Sie Schmerzen und wie stark sind diese?
  • Wie häufig treten die Schmerzen auf und wie beeinträchtigen sie den Alltag?
  • Machen bestimmte Aktivitäten es besser oder schlechter?
  • Haben Sie erheblichen Stress oder andere gesundheitliche Probleme erlebt?

Um ein klareres Bild zu erhalten, empfiehlt Ihr Arzt möglicherweise Tests wie Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren oder Nervenuntersuchungen, um die zugrunde liegende Ursache Ihrer Schmerzen besser zu verstehen.

Wie werden chronische Schmerzen behandelt?

Die Behandlung chronischer Schmerzen kann komplex sein, aber der richtige Ansatz kann Ihre Lebensqualität deutlich verbessern. Die Behandlung konzentriert sich auf Schmerzlinderung, Verbesserung der Mobilität und Minimierung der Auswirkungen auf Ihre täglichen Aktivitäten. Abhängig von der zugrunde liegenden Ursache kann Ihr Behandlungsteam eine Kombination von Therapien empfehlen, da Studien zeigen, dass ein multitherapeutischer Ansatz oft am besten funktioniert. Beginnend mit weniger invasiven Behandlungen wird Ihr Team Ihren Plan bei Bedarf anpassen. Gängige Optionen sind:

  • Änderungen des Lebensstils: Gewichtskontrolle, besserer Schlaf und aktiv bleiben
  • Therapien: Physiotherapie, Ergotherapie und Schmerzpsychologie
  • Geist-Körper-Praktiken: Meditation, Achtsamkeit und kognitive Verhaltenstherapie
  • Komplementärmedizin: Massage, Biofeedback und Akupunktur
  • Medizinisches Management: Injektionen, Nervenstimulation oder in manchen Fällen eine Operation
  • Medikamente: NSAR, Muskelrelaxantien oder Opioide, falls erforderlich

Da jeder Mensch individuell mit Schmerzen umgeht, kann es einige Zeit dauern, die richtige Behandlungskombination zu finden. Eine enge Kommunikation mit Ihrem Arzt kann Ihnen helfen, Ihren Plan an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Wie sind die Aussichten für Menschen mit chronischen Schmerzen?

Chronische Schmerzen verschwinden zwar nicht vollständig, können aber mit den richtigen Strategien und Unterstützung effektiv behandelt werden. Indem Sie engagiert und konsequent an Ihrem Behandlungsplan festhalten, können Sie Strategien entwickeln, die optimal zu Ihrem Körper und Lebensstil passen und Ihnen helfen, die Kontrolle über Ihr Leben und Ihre Aktivitäten zurückzugewinnen.